Schräg montierte Module reinigt der Regen weitgehend selbst. Wer jedes Frühjahr zum Eimer greift, tut das meist ohne messbaren Gewinn. Es gibt aber Fälle, in denen sich Putzen deutlich lohnt — und sie haben alle dasselbe Muster.
Eine gleichmäßige Staub- oder Pollenschicht kostet ein paar Prozent Ertrag — ärgerlich, aber nicht dramatisch. Gefährlich sind punktuelle Verschmutzungen: Vogelkot, ein Blatt, ein Klecks Baumharz. Weil die Zellen eines Moduls in Reihe geschaltet sind, begrenzt die schwächste Zelle den Strom der ganzen Reihe. Ein handtellergroßer Fleck kann deshalb weit mehr kosten als seine Fläche vermuten lässt. Das ist derselbe Mechanismus, der auch Teilverschattung so teuer macht.
Daraus folgt die Faustregel: Flächige Verschmutzung kann man aussitzen, punktuelle nicht.
Erst der Strom, dann das Wasser: Zieh zuerst den Stecker des Wechselrichters aus der Steckdose. Die Module stehen zwar weiter unter Spannung — Licht erzeugt sie, das lässt sich nicht abschalten — aber die Verbindung zum Hausnetz ist damit getrennt.
Der wichtigste Satz zu diesem Thema hat mit Modulen nichts zu tun: Kein Modul ist es wert, sich über ein Balkongeländer zu lehnen. Was du nicht mit beiden Füßen auf dem Boden und einem normalen Teleskopstiel erreichst, bleibt ungeputzt. Auf ein Garagendach steigt man nur, wenn es begehbar ist. Wer eine Fassadenmontage in Höhe hat, lässt es sein oder beauftragt jemanden mit der passenden Ausrüstung.
Einmal im Jahr — sinnvoll im Herbst vor der Sturmsaison — lohnt sich ein Blick, der zehn Minuten dauert und mehr wert ist als jede Reinigung:
Ein gelöster Modulhalter kostet im Zweifel mehr als zehn Jahre Pollenschicht.
Meistens nicht. Schräg montierte Module reinigt der Regen weitgehend selbst. Lohnend ist die Reinigung bei punktueller Verschmutzung wie Vogelkot, bei senkrecht am Geländer montierten Modulen und bei flach liegenden Modulen unter etwa 15 Grad Neigung, an denen Schmutz nicht abläuft.
Nein. Der Druck kann Wasser an Dichtungen und Anschlussdose vorbeipressen und feine Risse in den Zellen erzeugen, die man nicht sieht, die den Ertrag aber dauerhaft senken. Wasser mit wenig Druck und eine weiche Bürste reichen.
Mit kühlem oder lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste oder einem Mikrofasertuch. Kein Spülmittel, kein Glasreiniger und keine Scheuermittel: Tenside hinterlassen einen Film, scheuernde Mittel zerkratzen die Antireflexschicht dauerhaft. Für streifenfreie Trocknung eignet sich entmineralisiertes Wasser.
Bei flächiger Verschmutzung wie Staub oder Pollen nur wenige Prozent. Bei punktueller Verschmutzung deutlich mehr: Weil die Zellen in Reihe geschaltet sind, begrenzt eine abgeschattete Zelle den Strom der ganzen Reihe. Ein handtellergroßer Fleck Vogelkot kostet mehr, als seine Fläche vermuten lässt.
Zieh vorher den Stecker des Wechselrichters aus der Steckdose. Die Module selbst stehen bei Licht weiter unter Spannung, das lässt sich nicht abschalten — die Verbindung zum Hausnetz ist damit aber getrennt.
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