Drei Zahlen entscheiden über die Ersparnis: wie viel deine Module im Jahr liefern, wie viel davon du selbst verbrauchst und was du je Kilowattstunde zahlst. Der Rechner macht daraus einen Euro-Betrag — und zeigt dabei mit, wie viel Strom ungenutzt ins Netz läuft.
Der Rechner ist eine Rechnung mit offengelegten Annahmen, keine Prognose. Wir betreiben keine Anlage und messen nichts nach. Genau diese Werte stecken in der Formel — wer andere für richtiger hält, kann das Ergebnis damit selbst nachrechnen:
Die 250 Zyklen sind eine Annahme, keine Messung. Ein Akku kann pro Tag höchstens einmal seine Kapazität verschieben — und nur, wenn überhaupt Überschuss anfällt. Von November bis Februar füllt er sich an den meisten Tagen nicht, deshalb rechnen wir mit 250 statt 365 nutzbaren Zyklen. Der Speicher erhöht in dieser Rechnung nur den Eigenverbrauchsanteil, nie den Ertrag: Er erzeugt keine einzige Kilowattstunde. Der tatsächliche Ertrag hängt an Standort, Neigung und vor allem an Verschattung.
Ein Balkonkraftwerk ohne Akku hat keinen Puffer. Was gerade produziert und nicht im Haushalt verbraucht wird, fließt ins Netz — und wird in aller Regel nicht vergütet. Gespart wird also ausschließlich der selbst verbrauchte Anteil.
Wer werktags außer Haus ist und nur Kühlschrank, Router und Standby laufen hat, kommt auf etwa 50 bis 60 Prozent. Wer im Homeoffice arbeitet und Waschmaschine oder Spülmaschine mittags laufen lässt, deutlich höher. Genau deshalb bringt eine größere Anlage nicht automatisch mehr Ersparnis: die vollständige Rechnung.
Ein Speicher greift genau an dieser Stelle an: Er verschiebt Strom vom Mittag in den Abend und hebt damit den Anteil, der im Haushalt bleibt — nicht den Ertrag. Ob sich der Aufpreis rechnet, hängt allein davon ab, wie viel Überschuss bei dir überhaupt anfällt: was ein Speicher wirklich bringt.
Die Rechnung ist absichtlich einfach genug, dass du sie mit dem Taschenrechner nachvollziehen kannst. Sie besteht aus vier Schritten:
Für die meisten lautet die Frage nicht „lohnt sich ein Balkonkraftwerk". Die Antwort ist fast immer ja. Die Frage lautet: lohnt sich der Akku obendrauf? Und die beantwortet kaum ein Rechner, weil er die ganze Anlage in einen Topf wirft.
Ein Speicher erzeugt keine einzige zusätzliche Kilowattstunde. Er verschiebt Strom von mittags in den Abend und hebt damit ausschließlich den Eigenverbrauchsanteil. Deshalb rechnet dieser Rechner:
Diese letzte Zahl ist die, auf die es ankommt. Sie fällt regelmäßig ernüchternd aus — und genau deshalb steht sie hier. Mehr zum Speicher.
Wer mehrere Rechner ausprobiert, bekommt Ergebnisse, die um den Faktor zwei auseinanderliegen. Drei Gründe stecken fast immer dahinter:
Ein Händlerrechner beantwortet diese Frage nie. Drei Fälle sprechen ziemlich klar dagegen:
In allen drei Fällen hilft auch ein Speicher nicht. Was stattdessen hilft.
Wenn die Rechnung aufgeht, steht die nächste Frage an: welches Set. Wir vergleichen 23 Komplettsets nach Modulleistung, Einspeiseleistung, Modulbauart und Speicherkapazität — und weisen bei jedem aus, ob es anmeldefrei bleibt und ob es an eine normale Steckdose darf. Zum Vergleich.
Als Anhalt gilt in Deutschland: rund 950 kWh je installiertem Kilowattpeak bei angestellter Südausrichtung. Eine 1.000-Wp-Anlage liefert damit je nach Ausrichtung grob 600 bis 900 kWh im Jahr. Nach Osten oder Westen fällt der Wert niedriger aus, senkrecht am Geländer noch einmal niedriger — dafür liefert die senkrechte Montage im Winter anteilig mehr.
Anschaffungspreis geteilt durch die jährliche Ersparnis. Bei 750 kWh Jahresertrag, 55 Prozent Eigenverbrauch und 37 Cent je Kilowattstunde sind das rund 153 Euro im Jahr — ein Set für 250 Euro ist damit nach rund 1,6 Jahren bezahlt, eines für 700 Euro nach rund 4,6. Halterung und Kabel gehören in den Anschaffungspreis hinein, sie fehlen in den meisten Rechnungen.
Das hängt allein daran, wie viel Strom bisher ungenutzt ins Netz läuft. Der Akku erzeugt nichts zusätzlich, er hebt nur den Eigenverbrauchsanteil. Dieser Rechner amortisiert deshalb den Aufpreis getrennt: Aufpreis geteilt durch den Gewinn aus der zusätzlich selbst genutzten Strommenge. Wer tagsüber außer Haus ist, gewinnt viel; wer ohnehin schon einen hohen Eigenverbrauch hat, wenig.
Weil sie bei einem Balkonkraftwerk praktisch nicht ankommt. Der EEG-Anspruch liegt bei 7,71 Cent je Kilowattstunde, setzt aber einen Zweirichtungszähler voraus, dessen Messstellengebühr von 20 bis 25 Euro im Jahr den Ertrag bei diesen Mengen weitgehend aufzehrt. Der Rechner weist die eingespeiste Menge trotzdem aus, damit du siehst, wie viel ungenutzt bleibt.
Wer werktags von sieben bis neunzehn Uhr außer Haus ist und nur Kühlschrank, Router und Standby laufen hat, liegt eher bei 30 bis 40 Prozent. Wer im Homeoffice arbeitet, mittags kocht und die Waschmaschine bei Sonne laufen lässt, kommt auf 60 bis 70. Genauer wird es nur durch Messen: Ein Energiemessgerät für eine Woche beendet das Raten.
So genau wie seine unsicherste Eingabe, und das ist der Eigenverbrauchsanteil. Deshalb ist ein Rechner mit Wetterdaten und stündlichen Lastprofilen nicht zwangsläufig besser — er sieht nur genauer aus. Sinnvoll ist, mit zwei Werten zu rechnen: einem vorsichtigen und einem optimistischen. Liegt die Anlage in beiden Fällen im Plus, ist die Entscheidung klar.
Annahmen und Rechtsstand geprüft am 10. September 2026. Die Rechnung ist eine Rechnung mit offengelegten Annahmen, keine Prognose — und keine Rechtsberatung.
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