Der große Balkonkraftwerk-Vergleich

Balkonkraftwerk Vergleich 2026

Finde das Set, das auf deinen Balkon passt und wirklich anmeldefrei bleibt.

23 Komplettsets gegenübergestellt – nach Modulleistung, Einspeisung und Modulbauart. Zwei Module für den üblichen Balkon, vier für alle, die den Platz haben – und acht Sets, die einen Akku mitbringen, damit der Mittagsstrom abends noch da ist. Bei vier Sets reicht der Stecker nicht: Sie werden mit über 800 W ausgeliefert.

Drei Arten — alle drei hier im Vergleich

23 Geräte im Überblick 19 von 23 anmeldefrei, 6 an der Schuko-Dose Specs aus den Datenblättern
Der Vergleich

Alle Balkonkraftwerke im Vergleich

Zuerst die Grundfrage: nur Module oder ein Set mit Akku? Danach zählt die Modulanzahl – zwei passen aufs übliche Balkongeländer, vier brauchen Garten, Garage oder Dach. Innerhalb jeder Klasse sortierst du nach dem, was für dich zählt.

Erste Frage: nur Module oder ein Set mit Akku?Danach zählt die Fläche. Wähle eine Klasse — die Liste darunter passt sich an.

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🔎 Tipp: Wähle bis zu 3 Geräte per „Vergleichen“-Häkchen für den Direktvergleich.

1PLATZ
🏆 Testsieger Standard
Solarway 1000 W EcoFlow – Balkonkraftwerk mit 1000 Wp Modulleistung
Standard · Solarway

Solarway 1000 W EcoFlow

★★★★★★★★★★4,6118 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
1.000 Wp
rund 950 kWh im Jahr
Module
2
500 Wp je Modul
🔌 1.000 Wp: über der 960-Wp-Grenze für den Schuko-Stecker – nach DIN VDE V 0126-95 ist eine Energiesteckdose nötig, die eine Elektrofachkraft setzt (was das bedeutet)
Unsere BewertungDas rundeste Paket der Standardklasse: 2 × 500 Wp bifaziale Glas-Glas-Module an einem EcoFlow-Wechselrichter mit vollen 800 W. Mit 4,6 Sternen aus 118 Bewertungen hat es zugleich die beste Bewertungslage im Feld. Der Preis liegt rund 150 Euro über der günstigsten 1000-Wp-Anlage hier — dafür stimmen Modulbauart, Einspeiseleistung und Rückmeldungen gleichzeitig, was sonst keine Anlage in dieser Klasse schafft.
⚡ 800 W Einspeisung🔲 2 Module🔌 Energiesteckdose☀️ bifazial🛡️ Glas-Glas
+2 × 500 Wp bifaziale Glas-Glas-Module — die haltbarere Bauart
+Volle 800 W Einspeisung, also die gesetzliche Obergrenze ausgeschöpft
+Beste Bewertungslage der Standardklasse: 4,6 von 5 aus 118 Rückmeldungen
–Teuerste Anlage ihrer Klasse — rund 150 Euro über der günstigsten 1000-Wp-Anlage
800 W Einspeisung
99/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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2PLATZ
Solarway 880 W JaSolar – Balkonkraftwerk mit 880 Wp Modulleistung
Standard · Solarway

Solarway 880 W JaSolar

★★★★★★★★★★4,4142 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
880 Wp
rund 836 kWh im Jahr
Module
2
440 Wp je Modul
Unsere BewertungDie meistbewertete Glas-Glas-Anlage der Klasse: 2 × 440 Wp von JaSolar an einem Envertech-Wechselrichter mit 800 W. Die 880 Wp liegen 120 Wp unter den 1000-Wp-Anlagen — an trüben Tagen macht sich das bemerkbar, an sonnigen nicht, weil der Wechselrichter ohnehin bei 800 W abriegelt.
⚡ 800 W Einspeisung🔲 2 Module🔌 Schuko genügt☀️ bifazial🛡️ Glas-Glas
+2 × 440 Wp bifaziale Glas-Glas-Module von JaSolar
+800 W Einspeisung trotz kleinerer Modulfläche
+142 Rückmeldungen bei 4,4 Sternen — die breiteste Basis der Glas-Glas-Anlagen
–880 Wp statt 1000 — bei diesigem Wetter kommt weniger zusammen
800 W Einspeisung
95/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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3PLATZ
Solarway 1000 W Hoymiles – Balkonkraftwerk mit 1000 Wp Modulleistung
Standard · Solarway

Solarway 1000 W Hoymiles

★★★★★★★★★★4,337 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
1.000 Wp
rund 950 kWh im Jahr
Module
2
500 Wp je Modul
🔌 1.000 Wp: über der 960-Wp-Grenze für den Schuko-Stecker – nach DIN VDE V 0126-95 ist eine Energiesteckdose nötig, die eine Elektrofachkraft setzt (was das bedeutet)
Unsere BewertungTechnisch fast identisch mit dem Klassensieger — dieselben 2 × 500 Wp Glas-Glas-Module, dieselbe Einspeiseleistung, nur ein Hoymiles-Wechselrichter statt EcoFlow und 70 Euro günstiger. Wer auf die App-Anbindung von EcoFlow keinen Wert legt, bekommt hier dasselbe für weniger.
⚡ 800 W Einspeisung🔲 2 Module🔌 Energiesteckdose☀️ bifazial🛡️ Glas-Glas
+2 × 500 Wp bifaziale Glas-Glas-Module
+Hoymiles HiFlow mit vollen 800 W Einspeisung
+Rund 70 Euro günstiger als die technisch gleich ausgestattete Schwesteranlage
–Deutlich dünnere Rückmeldebasis als die günstigeren Anlagen im Feld
800 W Einspeisung
94/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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4PLATZ
★ Preis-Leistung
SUNNIVA 920 W TSUN – Balkonkraftwerk mit 920 Wp Modulleistung
Standard · SUNNIVA

SUNNIVA 920 W TSUN

★★★★★★★★★★4,45 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
920 Wp
rund 874 kWh im Jahr
Module
2
460 Wp je Modul
Unsere Bewertung2 × 460 Wp bifaziale Module an einem TSUN-Wechselrichter mit 800 W. Die Modulanzahl ist im Lieferumfang belegt, die Glas-Glas-Bauweise dagegen nicht zugesichert. Preislich liegt die Anlage im unteren Mittelfeld.
⚡ 800 W Einspeisung🔲 2 Module🔌 Schuko genügt☀️ bifazial🛡️ Glas-Glas
+2 × 460 Wp bifaziale Glas-Glas-Module, vollständig belegt
+Bifaziale Module bei voller 800-W-Einspeisung
+259 Euro für eine Anlage mit dokumentiertem Lieferumfang
–920 Wp liegen unter den 1000-Wp-Anlagen derselben Preisklasse
–Kein Preisvorteil gegenüber Anlagen mit 1000 Wp
800 W Einspeisung
94/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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5PLATZ
VESKA 1000 W Glas/Glas – Balkonkraftwerk mit 1000 Wp Modulleistung
Standard · VESKA

VESKA 1000 W Glas/Glas

★★★★★★★★★★4,2138 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
1.000 Wp
rund 950 kWh im Jahr
Module
—
je Modul nicht angegeben
🔌 1.000 Wp: über der 960-Wp-Grenze für den Schuko-Stecker – nach DIN VDE V 0126-95 ist eine Energiesteckdose nötig, die eine Elektrofachkraft setzt (was das bedeutet)
Unsere BewertungVoll ausgestattet zum mittleren Preis: 1000 Wp bifazial in Glas-Glas-Bauweise, 800 W Einspeisung, WLAN. Der Anbieter nennt die Modulanzahl nicht — bei 1000 Wp sind zwei Module das Übliche, wir tragen es aber nicht als Tatsache ein, solange es nicht dasteht.
⚡ 800 W Einspeisung🔌 Energiesteckdose☀️ bifazial🛡️ Glas-Glas
+Bifaziale Glas-Glas-Module bei 1000 Wp Gesamtleistung
+Volle 800 W Einspeisung
+299 Euro bei voller Ausstattung — günstiger als vergleichbar bestückte Anlagen
–Anbieter macht keine Angabe zur Modulanzahl
–Kein Wechselrichter-Hersteller genannt, nur die Leistung
800 W Einspeisung
93/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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6PLATZ
Solakon 900 W – Balkonkraftwerk mit 900 Wp Modulleistung
Standard · Solakon

Solakon 900 W

★★★★★★★★★★4,341 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
900 Wp
rund 855 kWh im Jahr
Module
—
je Modul nicht angegeben
Unsere BewertungDie günstigste Anlage im ganzen Vergleich. 900 Wp an 800 W Einspeisung ist ein stimmiges Verhältnis, und 4,3 Sterne aus 41 Rückmeldungen sind ordentlich. Weder Modulbauart noch Modulanzahl sind angegeben — wer auf Glas-Glas Wert legt, findet hier keine Zusage.
⚡ 800 W Einspeisung🔌 Schuko genügt☀️ bifazial
+Günstigste Anlage des Vergleichs bei voller 800-W-Einspeisung
+900 Wp reichen, um die 800 W an klaren Tagen auszuschöpfen
–Keine Angabe zur Modulbauart — Glas-Glas ist nicht zugesichert
–Anbieter nennt die Modulanzahl nicht
800 W Einspeisung
92/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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7PLATZ
🔥 Bestseller
Solakon 1000 W – Balkonkraftwerk mit 1000 Wp Modulleistung
Standard · Solakon

Solakon 1000 W

★★★★★★★★★★4,2566 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
1.000 Wp
rund 950 kWh im Jahr
Module
—
je Modul nicht angegeben
🔌 1.000 Wp: über der 960-Wp-Grenze für den Schuko-Stecker – nach DIN VDE V 0126-95 ist eine Energiesteckdose nötig, die eine Elektrofachkraft setzt (was das bedeutet)
Unsere BewertungMit 566 Rückmeldungen die mit Abstand meistbewertete Anlage des Feldes — viermal so viele wie die nächstplatzierte. 1000 Wp an 800 W für 229 Euro ist der günstigste Weg zur vollen Einspeisung. Die Modulbauart bleibt offen.
⚡ 800 W Einspeisung🔌 Energiesteckdose☀️ bifazial
+1000 Wp bei 229 Euro — das günstigste Wp pro Euro im Vergleich
+566 Rückmeldungen: die breiteste Erfahrungsbasis des Feldes
+Volle 800 W Einspeisung
–Keine Angabe, ob Glas-Glas oder Glas-Folie
–Modulanzahl wird nicht genannt
800 W Einspeisung
91/100Gesamt-Wertung
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8PLATZ
SUNNIVA 850 W Astro Energy – Balkonkraftwerk mit 850 Wp Modulleistung
Standard · SUNNIVA

SUNNIVA 850 W Astro Energy

★★★★★★★★★★3,846 Bew.
Einspeisung
800 W
gesetzliche Obergrenze
Modulleistung
850 Wp
rund 808 kWh im Jahr
Module
—
je Modul nicht angegeben
Unsere Bewertung850 Wp an einem Astro-Energy-Wechselrichter, dessen Einspeiseleistung der Anbieter mit 600 bis 800 W angibt. Weder bifaziale Module noch Glas-Glas sind genannt — das erklärt die niedrigste Ausstattungswertung der Klasse. Mit 3,8 Sternen fällt die Anlage auch in den Rückmeldungen ab.
⚡ 800 W Einspeisung🔌 Schuko genügt
+Wechselrichter mit einstellbarer Einspeiseleistung (600 bis 800 W)
+Vollständiges Set mit dokumentiertem Lieferumfang
–Weder bifaziale Module noch Glas-Glas-Bauweise angegeben
–850 Wp bei einem Preis, für den andere 1000 Wp bieten
800 W Einspeisung
85/100Gesamt-Wertung
€€€€€
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Warum Platz 1 mehr kostet, obwohl beide 800 W einspeisen Die Einspeisung ist bei fast allen Sets gleich — sie ist gesetzlich gedeckelt. Der Unterschied liegt in den Stunden, in denen die 800 W überhaupt erreicht werden: Mehr Modulfläche schafft das auch bei diesigem Wetter, im Winter und in den Randstunden. Deshalb steht auf jeder Karte der geschätzte Jahresertrag — die Zahl, an der sich zwei Sets mit derselben Einspeisung tatsächlich unterscheiden.

Ob sich der Aufpreis lohnt, ist damit aber nicht gesagt. Beispiel aus dieser Liste: Platz 1 hat 1.000 Wp und kostet 80 Euro mehr als Platz 2 mit 880 Wp. Die 120 Wp bringen rund 82 kWh mehr im Jahr — bei 55 % Eigenverbrauch etwa 16 Euro. Der Aufpreis ist damit nach gut fünf Jahren wieder drin, bei niedrigerem Eigenverbrauch nach acht. Bei zwanzig Jahren Lebensdauer geht die Rechnung auf, knapp ist sie trotzdem. Wer aufs Geld schaut, nimmt Platz 2 — die Punktzahl bewertet das Gerät, nicht den Preis. Wie die Wertung entsteht · selbst nachrechnen

🔋 Lohnt der Aufpreis für den Akku? Kommt darauf an, wie viel Strom bei dir ungenutzt ins Netz läuft — bei 35 % Eigenverbrauch spart ein Set mit Akku gut das Doppelte, bei 55 % kippt es. Mit deinen Zahlen durchrechnen · die Rechnung im Einzelnen

800 W am Wechselrichter entscheidet über die Anmeldung Darüber ist es kein Steckersolargerät mehr: Elektrofachbetrieb und Anmeldung beim Netzbetreiber. Betrifft hier 4 von 23 Sets. Was die Regel erlaubt
960 Wp an den Modulen entscheidet über die Steckdose Seit DIN VDE V 0126-95 (Dezember 2025) darf nur bis dahin der Schuko-Stecker ran; darüber setzt eine Elektrofachkraft eine Energiesteckdose. Betrifft hier 17 von 23 Sets. Was das bedeutet
Sparrechner

Was spart eine Anlage bei dir?

Nicht der Ertrag entscheidet, sondern wie viel davon du selbst verbrauchst. Stell die Zahlen ein, die deine Rechnung bestimmen — und schalte den Speicher dazu, wenn du wissen willst, ob sich der Aufpreis lohnt.

Womit hier gerechnet wird

Der Rechner ist eine Rechnung mit offengelegten Annahmen, keine Prognose. Wir betreiben keine Anlage und messen nichts nach. Genau diese Werte stecken in der Formel — wer andere für richtiger hält, kann das Ergebnis damit selbst nachrechnen:

Ertrag je Kilowattpeak und Jahr
950 kWh
Ausrichtung: Süden, angestellt
× 1,00
Ausrichtung: Süden, senkrecht
× 0,72
Ausrichtung: Ost und West geteilt
× 0,80
Ausrichtung: Ost oder West, senkrecht
× 0,58
Nutzbare Speicherzyklen im Jahr
250
Anteil des Ertrags von März bis Oktober
85 %
Strompreis-Vorgabe (Durchschnitt 2026 laut BDEW, Stand August 2026)
37 ct/kWh
Einspeisevergütung
7,71 ct/kWh
Messstellengebühr Zweirichtungszähler
20–25 €/Jahr

Die 250 Zyklen sind eine Annahme, keine Messung. Ein Akku kann pro Tag höchstens einmal seine Kapazität verschieben — und nur, wenn überhaupt Überschuss anfällt. Von November bis Februar füllt er sich an den meisten Tagen nicht, deshalb rechnen wir mit 250 statt 365 nutzbaren Zyklen. Der Speicher erhöht in dieser Rechnung nur den Eigenverbrauchsanteil, nie den Ertrag: Er erzeugt keine einzige Kilowattstunde. Der tatsächliche Ertrag hängt an Standort, Neigung und vor allem an Verschattung.

Warum der Eigenverbrauchsanteil alles entscheidet

Ein Balkonkraftwerk ohne Akku hat keinen Puffer. Was gerade produziert und nicht im Haushalt verbraucht wird, fließt ins Netz — und wird in aller Regel nicht vergütet. Gespart wird also ausschließlich der selbst verbrauchte Anteil.

Wer werktags außer Haus ist und nur Kühlschrank, Router und Standby laufen hat, kommt auf etwa 50 bis 60 Prozent. Wer im Homeoffice arbeitet und Waschmaschine oder Spülmaschine mittags laufen lässt, deutlich höher. Genau deshalb bringt eine größere Anlage nicht automatisch mehr Ersparnis: die vollständige Rechnung.

Ein Speicher greift genau an dieser Stelle an: Er verschiebt Strom vom Mittag in den Abend und hebt damit den Anteil, der im Haushalt bleibt — nicht den Ertrag. Ob sich der Aufpreis rechnet, hängt allein davon ab, wie viel Überschuss bei dir überhaupt anfällt: was ein Speicher wirklich bringt.

Der Rechner hat eine eigene Seite — dort steht auch, wie er rechnet, warum andere Rechner höhere Zahlen ausgeben und wann sich eine Anlage nicht lohnt: zum Balkonkraftwerk-Rechner →

Bestenlisten

Die Sieger nach Kategorie

Unsere Wertung stützt sich vor allem auf Reputation und Bewährtheit und wird durch die belegten Gerätedaten fein abgestimmt. So siehst du die Top-Modelle jeder Kategorie sofort.

Kaufberatung

Bevor du kaufst: drei Dinge, die den Unterschied machen

Modulleistung und Einspeisung sind zwei verschiedene Zahlen

Ein Set mit „2000 W“ im Titel speist trotzdem nur 800 W ein. Die 2.000 sind die Modulleistung in Wattpeak — was die Module unter Normbedingungen liefern könnten. Die 800 sind das, was der Wechselrichter in die Steckdose gibt, und mehr erlaubt das Gesetz nicht. Beide Grenzen gelten gleichzeitig: bis 800 W Einspeisung, bis 2.000 Wp Module.

Dass man mehr Module anschließen darf, als der Wechselrichter je einspeisen kann, ist Absicht. Module erreichen ihre Nennleistung fast nie — bei diffusem Licht, im Winter und in den Randstunden liefern sie einen Bruchteil. Mehr Modulfläche sorgt dafür, dass die vollen 800 W über mehr Stunden des Jahres anliegen. Was die 800-Watt-Regel genau erlaubt.

Vier Sets hier sind nicht anmeldefrei

Bei vier Anlagen im Vergleich schreibt der Anbieter selbst, dass der Wechselrichter mit über 800 W Ausgangsleistung ausgeliefert wird und die Anlage deshalb von einem eingetragenen Elektrofachbetrieb angeschlossen und beim Netzbetreiber angemeldet werden muss. Das steht in den Angeboten, aber weit unten. Bei uns steht es als erster Nachteil auf der Karte.

Alle übrigen neunzehn Sets bleiben im vereinfachten Verfahren: einmal im Marktstammdatenregister eintragen, fertig — eine Meldung beim Netzbetreiber braucht es dafür nicht mehr. Wie die Anmeldung abläuft.

„Stecker rein“ gilt seit Dezember 2025 nur noch bis 960 Wp

Das ist die Regel, die in fast keinem Angebot steht. Mit DIN VDE V 0126-95 gibt es seit Dezember 2025 erstmals eine eigene Produktnorm für Steckersolargeräte. Sie erlaubt den normalen Schuko-Stecker ausdrücklich — vorher war er nur geduldet. Aber sie zieht dabei eine Grenze: bis 960 Wp Modulleistung.

Die Zahl ist 800 VA plus 20 Prozent. Begründet wird sie mit der Hausleitung: Wer mehr Modulfläche anschließt, dessen Wechselrichter liefert über viel längere Zeiträume nahezu die vollen 800 W — und genau diese Dauerlast sieht die Norm für eine gewöhnliche Steckdose nicht vor. Zwischen 961 und 2.000 Wp verlangt sie deshalb eine Energiesteckvorrichtung (etwa nach DIN VDE V 0628-1, umgangssprachlich Wieland-Dose), und die muss eine Elektrofachkraft setzen. Das Aufstellen und Anschließen der Anlage bleibt Sache des Betreibers.

Zwei Grenzen, die ständig verwechselt werden: Die Wechselrichterleistung entscheidet über die Anmeldung — über 800 W ist es kein Steckersolargerät mehr. Die Modulleistung entscheidet über die Steckdose — über 960 Wp braucht es eine besondere Dose. Ein Set kann anmeldefrei sein und trotzdem den Elektriker für die Steckdose brauchen. In unserem Vergleich betrifft das erste vier Sets, das zweite siebzehn.

Für Anlagen, die schon laufen, ändert sich nichts: Die Norm gilt für neue Geräte, eine Nachrüstpflicht für Bestandsanlagen gibt es nicht. Wer aber gerade kauft, sollte wissen, dass „Plug & Play“ auf einem 2.000-Wp-Karton seit Dezember 2025 nicht mehr die ganze Geschichte erzählt. Wohin der Strom fließt und was er einbringt.

Acht Sets bringen einen Akku mit

Ein Balkonkraftwerk erzeugt seinen Strom mittags — verbraucht wird er morgens und abends. Was in der Mittagsspitze niemand braucht, fließt unvergütet ins Netz. Genau diese Menge holt ein Speicher zurück: Er erzeugt keinen Strom, er verschiebt ihn um ein paar Stunden. Deshalb steht die Frage „nur Module oder Set mit Akku?“ bei uns vor der Frage nach der Modulanzahl — es sind zwei verschiedene Kaufentscheidungen, keine zwei Preisstufen derselben.

Die acht Sets mit Akku reichen von 1,9 bis 5,0 kWh. Worauf es dabei ankommt und ab wann sich der Aufpreis rechnet, steht im Ratgeber zum Speicher.

Glas-Glas oder keine Angabe

Zehn der 23 Sets nennen ausdrücklich Glas-Glas-Module: Die Rückseite ist Glas statt Kunststofffolie, was über die Lebensdauer entscheidet. Die anderen dreizehn machen dazu keine Angabe — wir tragen dann nichts ein, statt „Glas-Folie“ zu vermuten. Ein fehlender Wert ist ein fehlender Wert, kein Gegenteil.

Und danach

Die eigentliche Frage stellt sich erst nach dem Kauf: Was passiert mit dem Strom? Er geht zum nächsten eingeschalteten Gerät im Haushalt, und nur was dort niemand braucht, fließt ins Netz — wo er praktisch nichts einbringt. Der einzige Hebel, den man danach noch hat, ist deshalb der eigene Verbrauch: was wirklich hilft, sortiert nach Wirkung pro Euro — der beste Punkt auf der Liste kostet nichts.

Dazu kommen die Fragen des Alltags: Ausrichtung und Neigung, Reinigung — wobei die meisten Module keine brauchen —, der Winterbetrieb, der Aufpreis für einen Akku und die Frage nach der Modulzahl. Für Mieter und Eigentümergemeinschaften steht die Rechtslage unter darf der Vermieter Nein sagen, und ob sich das Ganze überhaupt trägt, rechnet diese Seite vor.

Kein Balkon? Das Gerät braucht keinen — Garten, Terrasse und Garagendach gehen genauso. Und wer ein eigenes Dach hat, fragt sich zu Recht, ob nicht gleich eine richtige PV-Anlage die bessere Wahl ist.

Was wir nicht können: Wir haben keine dieser Anlagen aufgebaut oder gemessen. Jede Zahl hier stammt aus den Angaben der Anbieter, erhoben am 9. September 2026. Wo eine Angabe fehlt, steht ein Strich — nicht ein geschätzter Wert.

Zurück zum Vergleich Oder erst ausrechnen, was es bringt →

Die Grundausrüstung

Was du zusätzlich brauchst

Bewusst nur Halterungen, Kabel und Messmittel, die zu jedem Set passen – keine modellgebundenen Wechselrichter oder Ersatzmodule.

Balkonhalterung für Geländer

Die meisten Sets kommen ohne Halterung. Eine Klemmhalterung ohne Bohren ist zugleich das beste Argument gegenüber Vermieter oder Eigentümergemeinschaft.

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Verlängerung für den Außenbereich

Zwischen Wechselrichter und Steckdose liegen oft mehr Meter als das mitgelieferte Kabel hergibt. Eine Gummischlauchleitung H07RN-F ist für draußen gemacht, eine Haushaltstrommel nicht.

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Messsteckdose mit Zähler

Zeigt, wie viel die Anlage tatsächlich einspeist und wie viel davon im Haushalt bleibt. Ohne diese Zahl lässt sich der Eigenverbrauchsanteil nur raten – und der entscheidet über die Ersparnis.

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MC4-Verlängerung für die Module

Wer die Module unterschiedlich ausrichtet – zwei nach Osten, zwei nach Westen – braucht längere Solarkabel als beigelegt.

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Häufige Fragen

Kurz & klar beantwortet

Wie viel Watt darf ein Balkonkraftwerk haben?

Der Wechselrichter darf höchstens 800 W einspeisen, die Module dürfen zusammen bis zu 2.000 Wattpeak haben. Beide Grenzen gelten gleichzeitig. Ein Set mit „2000 W“ im Titel meint die Modulleistung, nicht die Einspeisung.

Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?

Ja, aber nur an einer Stelle: im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die früher zusätzlich nötige Meldung beim Netzbetreiber ist mit dem Solarpaket I im Mai 2024 entfallen. Die Registrierung ist kostenlos.

Darf mein Vermieter ein Balkonkraftwerk verbieten?

In aller Regel nicht. Seit dem 17. Oktober 2024 gilt die Installation nach § 554 BGB als privilegierte bauliche Veränderung; Mieter haben einen Anspruch auf Zustimmung. Ablehnen darf der Vermieter nur, wenn die Maßnahme für ihn unzumutbar ist, etwa bei Denkmalschutz oder nachweisbarer Gefährdung der Statik. Für Eigentümer gilt § 20 Absatz 5 WEG.

Warum darf die Modulleistung höher sein als die Einspeisung?

Weil Module ihre Nennleistung fast nie erreichen. Mehr Modulfläche sorgt dafür, dass die vollen 800 W auch bei diffusem Licht, im Winter und in den Randstunden anliegen. An klaren Sommertagen wird dafür abgeregelt – über das Jahr gerechnet gewinnt man mit der Überbelegung trotzdem.

Bringen vier Module doppelt so viel wie zwei?

Nein. Die Einspeisung ist bei beiden auf 800 W begrenzt. Vier Module erreichen diese 800 W nur über deutlich mehr Stunden des Jahres. Sie brauchen aber auch deutlich mehr Fläche als ein übliches Balkongeländer hergibt.

Was bedeutet Glas-Glas bei den Modulen?

Die Rückseite besteht aus Glas statt aus Kunststofffolie. Das ist die haltbarere Bauart. Zehn der 23 Sets im Vergleich nennen sie ausdrücklich; bei den übrigen dreizehn macht der Anbieter keine Angabe, und wir tragen dann nichts ein, statt das Gegenteil zu vermuten.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Es kommt darauf an, wie viel Strom bisher ungenutzt ins Netz läuft. Ein Speicher erzeugt keine zusätzliche Kilowattstunde, er verschiebt die Mittagsspitze in den Abend – er hebt also nur den Eigenverbrauchsanteil. Wer tagsüber zu Hause ist und ohnehin viel direkt verbraucht, gewinnt wenig. Wer tagsüber außer Haus ist, gewinnt viel. Die Sets mit Akku kosten hier 609 bis 1.999 Euro gegenüber 217 bis 710 Euro ohne – diesen Aufpreis muss die zusätzlich selbst genutzte Strommenge erst wieder einspielen.

Wie groß sollte der Speicher sein?

Als grobe Richtschnur der Abendverbrauch eines Haushalts: Kühlschrank, Licht, Router, Fernseher und Kochen liegen zusammen meist bei 1 bis 3 kWh zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Größer bringt nur dann mehr, wenn auch genug Module da sind, um den Akku zu füllen – 2.000 Wattpeak liefern an einem klaren Sommertag rund 8 bis 10 kWh, im Dezember aber nur einen Bruchteil davon. Deshalb steht in unseren Texten immer das Verhältnis von Modulleistung zu Kapazität, nicht die Kapazität allein.

Darf ich ein Balkonkraftwerk in eine normale Steckdose stecken?

Bis 960 Wp Modulleistung ja. Die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 vom Dezember 2025 erlaubt den Schuko-Stecker ausdrücklich — vorher war er nur geduldet. Von 961 bis 2.000 Wp verlangt die Norm dagegen eine Energiesteckvorrichtung, die eine Elektrofachkraft installieren muss. Die Grenze ist 800 VA plus 20 Prozent und wird mit der Dauerlast auf der Hausleitung begründet. Für bereits laufende Anlagen gibt es keine Nachrüstpflicht.

Was bekomme ich für den Strom, den ich einspeise?

Nach dem EEG bestünde ein Anspruch auf 7,71 Cent je Kilowattstunde für Inbetriebnahmen ab August 2026. Abrechnen lässt sich das aber nur mit einem Zweirichtungszähler, dessen jährliche Messstellengebühr von grob 20 bis 25 Euro den Ertrag weitgehend aufzehrt. Selbst verbrauchter Strom spart dagegen den vollen Arbeitspreis von rund 37 Cent — er ist damit rund 4,8-mal so viel wert. Bei einem Balkonkraftwerk geht es deshalb ums Nicht-Einspeisen.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk überhaupt?

Das hängt an drei Zahlen: Jahresertrag, Eigenverbrauchsanteil und Strompreis. Eine 1.000-Wp-Anlage liefert je nach Ausrichtung grob 600 bis 900 kWh im Jahr. Wer davon gut die Hälfte selbst verbraucht und 37 Cent zahlt, spart rund 122 bis 183 Euro. Gespart wird nur der selbst verbrauchte Anteil – der Rest fließt unvergütet ins Netz.

Weitere Vergleiche aus unserer Redaktion

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