Der häufigste Irrtum zuerst: Solarmodule arbeiten bei Kälte besser als bei Hitze. Ihr Wirkungsgrad sinkt mit steigender Zelltemperatur; ein klarer Frosttag ist für das Modul der beste Tag des Jahres. Was den Winterertrag drückt, ist die Sonne selbst: kurze Tage, flacher Stand, viel Bewölkung.
Über das Jahr verteilt sich der Ertrag in Deutschland stark ungleich. Ein Dezember liefert grob ein Zehntel dessen, was ein Juni liefert; November, Januar und Februar liegen wenig darüber. Die Monate März bis Oktober tragen den weit überwiegenden Teil des Jahresertrags.
Das ist keine Fehlfunktion und kein Grund, an der Anlage zu zweifeln. Wer im Januar in die App schaut und dort ein Fünftel des Sommerwerts sieht, sieht eine normal arbeitende Anlage.
Im Sommer ist ein senkrecht am Geländer hängendes Modul die schlechteste Variante: Die Sonne steht hoch, das Licht trifft es sehr schräg. Im Winter steht die Sonne flach — und trifft dasselbe Modul fast im rechten Winkel. Senkrecht montierte Module liefern im Winter deshalb anteilig mehr als flach liegende, bei denen dann kaum noch etwas ankommt.
Wer ohnehin am Geländer montiert, hat also die im Winter günstigere Bauform. Wer die Wahl hat und den Winterertrag wichtig findet, stellt steil an statt flach. Mehr zu Ausrichtung und Neigung.
Ein zweiter Effekt kommt dazu: Schnee auf dem Boden oder eine helle Hauswand reflektieren Licht. Bifaziale Module, die auch von der Rückseite ernten, können davon profitieren — allerdings nur, wenn hinter ihnen tatsächlich etwas Helles ist und nicht dunkler Klinker.
Auf schräg montierten Modulen rutscht Schnee meist von selbst ab, sobald die Sonne die Oberfläche etwas anwärmt — die glatte Glasfläche hilft dabei. Auf flach liegenden Modulen bleibt er.
Das Gewicht ist bei den üblichen Balkonmontagen kein Thema: Module sind für Schneelasten ausgelegt, die deutlich über dem liegen, was sich auf einer schrägen Fläche in der Stadt sammelt. Was im Winter wirklich zählt, ist der Wind, nicht der Schnee — deshalb gehört der Sitz der Halterung im Herbst kontrolliert.
Wenig. Ein Akku kann nur verschieben, was die Module erzeugen, und im Dezember erzeugen sie an vielen Tagen nicht einmal genug, um ihn zu füllen. Die Ersparnis eines Speichers entsteht zwischen März und Oktober; die Wintermonate sind in jeder Amortisationsrechnung praktisch tote Zeit. Wann sich ein Speicher rechnet.
Zwei technische Punkte lohnen bei Sets mit Akku einen Blick ins Datenblatt: Lithiumzellen dürfen unter null Grad nicht ohne Weiteres geladen werden. Manche Geräte haben deshalb eine Batterieheizung, andere nennen einen zulässigen Betriebstemperaturbereich, unterhalb dessen sie das Laden einfach aussetzen. Steht dazu nichts im Angebot, ist der Aufstellort im Zweifel besser frostfrei gewählt.
Nein. Module sind für den Außenbetrieb gebaut, Frost macht ihnen nichts, und der Ertrag von November bis Februar ist zwar klein, aber nicht null. Wer abbaut, verliert ihn ganz und riskiert bei Ab- und Wiederaufbau mehr, als er gewinnt. Die sinnvolle Wintervorbereitung besteht aus drei Handgriffen: Halterung nachziehen, Kabel auf Scheuerstellen prüfen, Laub aus dem Bereich hinter dem Modul entfernen.
Grob ein Zehntel dessen, was es im Juni bringt. November, Januar und Februar liegen wenig darüber. Der weit überwiegende Teil des Jahresertrags fällt zwischen März und Oktober an. Das ist normal und kein Zeichen für einen Defekt.
Nein, im Gegenteil: Der Wirkungsgrad von Solarzellen steigt, wenn die Zelltemperatur sinkt. Ein klarer Frosttag ist für das Modul der beste Tag des Jahres. Was den Winterertrag drückt, sind kurze Tage, flacher Sonnenstand und Bewölkung.
Auf schräg montierten Modulen rutscht Schnee meist von selbst ab. Kratzen sollte man nie: Eiskratzer oder Besenstiel zerkratzen die Antireflexschicht dauerhaft, und der Ertragsgewinn weniger Dezembertage steht in keinem Verhältnis zum Schaden.
Nein. Module sind für den Außenbetrieb gebaut und der Winterertrag ist klein, aber nicht null. Sinnvoll ist stattdessen eine kurze Kontrolle im Herbst: Halterung nachziehen, Kabel auf Scheuerstellen prüfen, Laub entfernen. Im Winter ist der Wind das Risiko, nicht der Schnee.
Nicht ohne Weiteres — Lithiumzellen dürfen unter null Grad nicht uneingeschränkt geladen werden. Manche Geräte haben eine Batterieheizung, andere setzen das Laden unterhalb ihres Betriebstemperaturbereichs aus. Steht dazu nichts im Angebot, wählt man den Aufstellort besser frostfrei.
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