Die Formel steht offen da, damit du sie nachrechnen kannst — samt der Stellen, an denen wir bewusst nichts behaupten.
Wir kaufen die Anlagen nicht, bauen sie nicht auf und messen nichts nach. Was wir tun: Angaben erheben, Widersprüche benennen und aus belegten Werten eine nachvollziehbare Reihenfolge bilden.
Sterne, Anzahl der Bewertungen, Preis und Kaufbarkeit stammen direkt von der Produktseite bei Amazon, erhoben am 9. September 2026. Modulanzahl, Leistung je Modul und Einspeiseleistung kommen aus den Lieferumfangsangaben der Anbieter.
Fehlt eine Angabe, bleibt sie leer. Bei fünf Sets nennt der Anbieter die Modulanzahl nicht, bei vier die Einspeiseleistung. Dort steht ein Strich, kein geschätzter Wert. Preise sind Momentaufnahmen des Erhebungstags.
Grundlage ist die Kundenbewertung, weil sie der einzige Kanal ist, über den tatsächliche Nutzung zu uns durchdringt. Ein roher Sternschnitt wäre aber unfair gegenüber neuen Angeboten, deshalb wird er bayessch geglättet: Jede Anlage wird mit einer Vorannahme verrechnet, die dem Mittel des Feldes entspricht.
Das Mittel liegt bei 4,26 Sternen — gemessen über alle 23 Anlagen, deren Spanne von 3,3 bis 4,7 reicht. Das Gewicht dieser Vorannahme entspricht 60 Bewertungen. Das ist deutlich weniger als die sonst übliche Vorgabe von 400, und das hat einen Grund: Die Bewertungsbasis ist hier klein, der Median liegt bei 41 Stimmen. Mit 400 hätte eine Anlage mit 41 Bewertungen nur ein Zehntel Eigengewicht — alle 23 lägen dicht am Mittel, und die Wertung sähe aus, als wäre sie ausgewürfelt.
Auf die Bewertungsbasis kommen bis zu zehn Punkte aus fünf Merkmalen. Alle stammen aus belegten Angaben und unterscheiden sich zwischen den Anlagen tatsächlich — was bei allen gleich ist, taugt nicht als Unterscheidungsmerkmal. Die Prozentzahlen sind Gewichte innerhalb der Merkmale, die eine Anlage überhaupt führt: Fehlt eines, wird über die übrigen normiert.
| Merkmal | Gewicht | Warum |
|---|---|---|
| Modulleistung | 40 | Der Kernwert — aber nur gegen die eigene Klasse verrechnet |
| Speicherkapazität | 30 | Nur bei den acht Sets mit Akku; bei allen anderen entfällt das Merkmal. Unter der Modulleistung, weil ein Akku Strom verschiebt und keinen erzeugt |
| Glas-Glas | 25 | Die Rückseite entscheidet über die Lebensdauer; 10 von 23 sichern sie zu |
| Anmeldefreie Einspeisung | 20 | 800 W voll nutzbar, 600 W verschenkt ein Viertel, über 800 W gar nicht ohne Fachbetrieb |
| Bifazial | 15 | Echter Vorteil, aber 19 von 23 haben ihn — deshalb das kleinste Gewicht |
Die Modulleistung wird ausschließlich gegen die Anlagen derselben Klasse verrechnet. Ohne das gewänne automatisch immer die vierfach belegte Anlage — und die ist für einen üblichen Balkon die falsche. Wer klassenintern normiert, muss dann auch je Klasse werten: Es gibt deshalb einen Sieger je Klasse und keine gemischte Rangliste. Die Klassen sind Standard (zwei Module), Vollausbau (vier Module) und Mit Speicher (Module plus Akku) — die erste Frage ist, ob ein Akku dabei sein soll, die zweite, wie viel Fläche zur Verfügung steht.
Wenn zwei Anlagen dieselbe Punktzahl erreichen, führt die mit den meisten Rückmeldungen — ihre Punktzahl ist besser abgesichert. Dieselbe Regel gilt im Vergleichsgitter, bei der Wahl des Klassensiegers und für die Platzangabe auf den Produktseiten. Drei verschiedene Stellen, eine Reihenfolge: Zwei getrennte Kriterien haben hier schon zweimal einen sichtbaren Widerspruch erzeugt, zuletzt einen „Testsieger“ auf Platz 3.
Was das im Moment bedeutet: In der Speicherklasse stehen drei Sets punktgleich bei 93. Vorn liegen die beiden Anker-Modelle, weil sie 185 und 21 Rückmeldungen haben gegenüber 14. Der Klassensieger ist damit ein Set, das laut Anbieter mit über 800 W ausgeliefert wird und deshalb einen eingetragenen Elektrofachbetrieb und die Anmeldung beim Netzbetreiber braucht. Das steht auf seiner Karte im Warnkasten und als erster Nachteil. Ein Abzeichen sagt bei uns: beste Punktzahl seiner Klasse — nicht: für jeden die richtige Wahl. Wer ohne Elektriker auskommen will, findet in der Bestenliste „Ganz ohne Elektriker“ die sechs Sets, die beide Grenzen einhalten.
Seit DIN VDE V 0126-95 (Dezember 2025) darf ein Steckersolargerät nur bis 960 Wp Modulleistung an einer normalen Schuko-Steckdose betrieben werden; darüber verlangt die Norm eine Energiesteckvorrichtung, die eine Elektrofachkraft installiert. Das steht bei jedem Set auf der Karte — in die Punktzahl fließt es nicht ein.
Der Grund: Mehr Modulfläche bringt mehr Ertrag. Die besondere Steckdose ist der Preis dafür, kein Mangel. Ein Punktabzug würde die gesamte überbelegte Klasse pauschal abwerten, obwohl sie für den passenden Platz die richtige Wahl ist. Sichtbar machen ja, bepunkten nein — das ist dieselbe Linie wie beim Preis, der hier ebenfalls über Abzeichen und €-Stufe informiert, aber nicht über die Punktzahl.
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